Im Keller der Aufklärung

Der bekannte Lehrer-Blogger Herr Rau hat sich in frei zugängliche Quellen über die Illuminati gestürzt (Teil 1, Teil 2) – vergnüglich. Absoluter Lesetipp!

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Oktober in Bonn-Dottendorf

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KI: „Predictive Analytics“, oder: Philip K. Dick hat wieder mal recht…

Für das übernächste Heft von Ethik und Unterricht (01/2018) zum Thema „Netze und Netzwerke“ habe ich mich ein wenig mit dem Feld der Künstlichen Intelligenz beschäftigt. Ein Initialfunke war auch der Vortrag von Christian Bauckhage auf der DIGGI ’17, den ich zwar verpasst habe, der mich aber auf das Thema neuerlich „eingestimmt“ hat.

In dem Zusammenhang bin ich auf einen faszinierenden Vortrag von Andreas Wagener (Hochschule Hof) gestoßen: Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 (youtube)

In diesem Vortrag kommt er auf predictive policing und sogar predictive shipping („anticipatory shipping“, ein Amazon-Patent) zu sprechen. Philip K. Dick hat also mit seinem „minority report“ ins Schwarze getroffen.

Faszinierend, aber auch beunruhigend.

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Mein Rückblick auf die DIGGI ’17

In den letzten zwei Tagen war ich auf der DIGGI ’17, einer vom Zentrum für LehrerInnenbildung der Uni Köln veranstaltete Tagung zum Thema „Enter Next Level Learning: Digitalisierung trifft Lehrerausbildung“.

Meine Zielsetzung im Vorfeld: Warum war ich da?

Auf die DIGGI ’17 bin ich von einem Kollegen (Twitter) aufmerksam gemacht worden und habe dann bei meiner Schulleitung Interesse angemeldet, für die Steuergruppe hinzufahren. Da die Tagung sich mit Fragen beschäftigt, die Thema unserer Schulentwicklung sind, war das Placet der Schulleitung leicht zu erringen.

DIGGI ’17

Zum einen bin ich also zur DIGGI ’17 gefahren, um (konkrete) Impulse für unsere Schulentwicklung zu erhalten. Zum anderen bin ich aber auch als Fachleiter zur Tagung gereist, weil Digitalisierung ein Thema ist, das dringend auch für die Referendarsausbildung aufgearbeitet werden muss; immerhin sieht das Kerncurriculum für den Vorbereitungsdienst vor, dieses Thema explizit aufzugreifen. Auch in dieser Hinsicht – ich bin im Vorbereitungsteam einer entsprechenden Fortbildung an meinem Seminar – habe ich mir Input erwartet.

Meine Erwartungen, das kann ich hier schon vorweg nehmen – Spoiler-Warnung –, wurden erfüllt: Ich habe sowohl Vorträge gehört, die mich gedanklich weitergebracht haben (zum Teil hatte ich das nach den Ankündigungen im Programm nicht erwartet), und ich habe Workshops besucht, die komplett aus der schulischen Praxis erwachsen sind – vom Praktiker für den Praktiker – und zum Nachbauen/Nachahmen förmlich einladen. Unter diesem Gesichtspunkt war die DIGGI ’17 ein voller Erfolg!

DIGGI ’17: der Donnerstag (28. September)

Aufgrund einer dienstlichen Verpflichtung konnte ich am Mittwoch leider noch nicht an der DIGGI ’17 teilnehmen, was ich sehr bedauere. Gerade den Vortrag von Christian Bauckhage hätte ich sehr gern gehört, weil er gleich mehrere meiner Interessen bemüht. Ich hoffe, dass irgendeine Form der Dokumentation dieses Vortrags ihren Weg ins Netz findet. Nachtrag 30.9.: @matkost04 verdanke ich den Hinweis auf einen ähnlich gelagerten Vortrag von Christian Bauckhage.

Aber am Donnerstag war ich dann endlich dabei – und direkt von Beginn an von der sehr professionellen Durchführung der Tagung begeistert (von der Orga bis zum Catering lief alles problem- und geräuschlos; das ist eine beeindruckende Leistung).

Aber nun zu den einzelnen Veranstaltungen:

DIGGI-Log: opening talk

Gleich die erste Veranstaltung war eine kleine Enttäuschung; die Podiumsdiskussion zu Digitalisierung und den daraus erwachsenden Anforderungen an die Schule war von einer – vielleicht dem Format geschuldeten – Holzschnittartigkeit, bei der ich unwillkürlich an den „bedeutenden“ Schulreformer Richard David Precht denken musste. Die rundweg vernünftigen Beiträge, die Myrle Dziak-Mahler, Geschäftsführerin des ZfL, beisteuerte, bekamen immer wieder (verdienten) Applaus, weil sie zu Augenmaß und Optimismus mahnten.

Vortrag: Arbeiten 4.0 und Kompetenzen 4.0

Digitalisierung als disruptive Veränderung

Die erste key note war ein Vortrag von Jutta Rump, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, die das Phänomen „Digitalisierung“ in andere disruptive gesellschaftliche Entwicklungen einordnete und die Bedeutung der anstehenden und sich aktuell vollziehenden Veränderungen sehr eindrücklich darstellte. Der Gedankengang ihres Vortrags kann in einem auf ihrer Homepage veröffentlichten Paper nachvollzogen werden.

Workshop: Digitale Geräte im Klassenzimmer – wie geht das?

Der erste Workshop des Tages war direkt ein Sahnestückchen und hätte allein schon die Fahrt nach Köln gelohnt: keine wolkige Theorie, die der empirischen Überprüfung noch harrt, sondern Erfahrungsberichte von Praktikern, die die Herausforderungen gemeistert haben, vor denen wir selbst erst noch stehen.

Zwei Kollegen vom Einhard-Gymnasium in Aachen stellten das Medienkonzept der Schule vor, das auf dem Prinzip des BYOD („Bring your own device“) fußt, und stellten dabei sehr deutlich auch die Klippen dar, die es zu umschiffen gilt. Einen ersten, durchaus beeindruckenden Überblick bietet die Homepage der Schule.

Auch wenn wir noch am „Clara“ am Anfang stehen, haben wir – dieses Fazit ziehe ich aus dem Workshop – einiges schon direkt richtig gemacht: für breite Akzeptanz sorgen, transparente Entscheidungsprozesse, alle Gruppen in der Schulgemeinde „mitnehmen“. Die geplanten „Mikro-Fortbildungen“ (zu Weblogs und Apps) sind ein weiterer sinnvoller Baustein auf unserem Wege.

Vortrag: Kooperative Textproduktion in digitalen Medien

Wie sich schnell herausstellte, war ich die falsche Zielgruppe: Bei diesem Workshop ging es vorrangig um Schreibdidaktik für die Grundschule. Der Vortrag war für sich genommen interessant, und die Referenten suchten sehr offensiv das Gespräch mit dem Publikum, aber der digitale Aspekt der kooperativen Textproduktion war doch sehr basal und für mich nichts Neues.

DIGGI ’17: der Freitag (29. September)

Am Freitag ging es mit medienpädagogischem Schwerpunkt weiter:

Vortrag: Digital Literacy

Wie steht man als Lehrer zu digitalen Medien?

Renee Hobbs vom Media Education Lab der University of Rhode Island (USA) skizzierte in ihrem Vortrag die Ansprüche, die man an eine recht verstandene Digital Literacy zu stellen habe; illustriert wurde dies an zahlreichen Beispielen von „fake news“ (den Ausdruck selbst lehnte Prof. Hobbs ab). Hilfreich: der Test, der die eigene Haltung zu digitalen Medien ermittelt. (Mein Testergebnis.)

Workshop:  Medienpädagogik in der Schule ist notwendig – aber wie ist es eine Bereicherung für meinen Unterricht?

Das zweite Praktiker-Sahnestück der Tagung: der Vortrag von Frajo Ligmann (Fachleiter am ZfsL Jülich und Betreuer von iPad-Klassen am Gymnasium Würselen) hat mir das Konzept des Flipped Classroom, das ich zwar schon länger kannte, aber eher „unsexy“ fand, nähergebracht – gerade weil es ihm gelingt, die Passivität des Konsums von Lernvideos durch interaktive Elemente zu durchbrechen. Das möchte ich unbedingt ausprobieren. Nach dem Vortrag war noch Zeit für Nachfragen, die der Referent geduldig beantwortete. Jetzt – nach dem Einblick in diesen Erfahrungsschatz –möchte ich auch Tablet-Klassen an meiner Schule – am liebsten mit iPads. (Sehr lesenswert: das iPad-Konzept des Würselener Gymnasiums.)

Gerade der letzte Workshop hat mich zum Nachdenken angeregt: Vielleicht sind Mediendidaktik und -pädagogik der Schlüssel zur Lernumgebung, unserem zweiten Entwicklungsschwerpunkt: Tablets verheißen Individualisierung und Mobilität – müssen wir dann unsere Klassenräume so vollstellen?

Auf der Tagung habe ich jedenfalls mehrere Ansprechpartner kennengelernt, die zum Teil schon da sind, wo wir hinwollen, und uns auf diesem Weg unterstützen könnten, weil sie auf die gleichen Schwierigkeiten gestoßen sind wie wir. Absolut sehenswert in diesem Zusammenhang: der Vortrag von Frajo Ligmann zum Scheitern des ersten Medienkonzepts und zum Erfolg des zweiten (gut investierte 20 Minuten).

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Comics! Mangas! Graphic Novels! (Bundeskunsthalle)

Gerade noch rechtzeitig in die Ausstellung gegangen, bevor sie endet: Seit Mai schon hatte die Bundeskunsthalle eine Ausstellung zur Entwicklung des Comics, aber erst gestern, einen Tag vor dem Ende, habe ich es in die Ausstellung geschafft.

Mein Fazit: Für Anfänger und Besucher ohne Vorkenntnisse didaktisch gut aufbereitet und sinnvoll ausgewählt. Hier und da hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht (z. B. bei den etwas stiefmütterlich behandelten Superhelden-Comics).

Ins Grübeln bin ich gekommen bei der Frage, welche Exponate eigentlich den Comic als solchen angemessen einfangen: An den Wänden hingen die Originalzeichnungen, soweit möglich, zum Teil noch ohne Nachbearbeitung („inking“) und Farbe, in Schaukasten gabs dann auch die Hefte zu sehen. Zum Blättern standen auch passende Buchhandelsausgaben bereit. Aber gerade die Wandexponate (etwa zu Frank Millers Sin City) wirkten ohne Nachbearbeitung roh und unfertig, die Magie ging ein bißchen verloren, dafür durfte man gewissermaßen einen Blick in die Werkstatt der Künstler werfen.

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Software-Abomodelle: Sackgasse oder Weg in die Zukunft?

Schon länger wird im Software-Bereich ein Geschäftsmodell ausprobiert, das offenbar von vielen für ein Zukunftsmodell gehalten wird: Software as a Service (SAAS), auf gut Deutsch: Man kauft Software nicht mehr, sondern „mietet“ sie für einen definierten Zeitraum (monatlich, halbjärlich, jährlich).

Bewusst wahrgenommen habe ich das zunächst eher aus der Ferne: Microsoft Office 365 und Adobe Creative Cloud sind die Platzhirsche dieses Abo-Modells. In beiden Fällen erhält man ein umfangreiches Software-Paket mit Updates und Cloud-Speicherplatz; das Abo-Modell ist gegenüber dem Einmalkauf sogar, wenn man alle Leistungen einpreist, vermutlich ein Schnäppchen.

Nun, ich bin weder Abonnent von Office 365 noch Adobe CC, sondern benutze stattdessen bislang abofreie Alternativen: LibreOffice am Mac und Pages auf iOS für Office-Dokumente (.docx etc.) und PDFPen Pro am Mac und PDF Expert auf iOS.

Abos habe ich für Software nur für Programme abgeschlossen, die eine Serveranbindung als Mehrwert bieten; bislang Evernote (gerade gekündigt) und Bear. Nun schwenken aber Software-Firmen, deren Produkte ich gerne genutzt habe, ebenfalls auf SAAS um, und ich bin ehrlich gespalten, wie ich mich dazu als Kunde verhalten soll. Im Einzelnen betrifft das TeacherTool, einen sehr nützlichen, elektronischen Lehrerkalender und Ulysses, einen sehr schicken Markdown-Editor.

Beide Programme sind sehr ausgereift und werden, soweit das aus Nutzersicht überhaupt ersichtlich wird, von engagierten Teams gepflegt; diesen Teams ist ein auskömmliches Einkommen natürlich zu wünschen. Gleichwohl: ich habe eine ausgesprochene Aversion gegen Abo-Modelle bei Software. Wenn die Nutzung der Software an zeitlich begrenzte Autorisation geknüpft ist, sind die Daten, die in dieser Software entstehen und ggf. gelagert sind, mit Pech irgendwann nicht mehr zugänglich (z. B. weil die Firma dicht macht und den Autorisationsserver abschaltet). Der Fairness halber sei angemerkt, dass weder die Macher von TeacherTool noch von Ulysses ihre Programme soweit funktionstechnisch „verkrüppeln“, dass ein Datenexport nach dem Ende des Abos nicht mehr möglich ist. Dennoch: die Gefahr besteht.

Im Moment neige ich dazu, diese Abonnements nicht abzuschließen und mit den vorhandenen Versionen weiterzuarbeiten, bis es nicht mehr geht. Das heißt aber auch: die Augen nach Alternativen aufhalten (wie ich es gerade mit Evernote gemacht habe).

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I just shot the elephant in the room: Adieu Evernote.

Evernote war mir lange Jahre ein treuer Begleiter (und quasi das Rückgrat meiner digitalen workflows Arbeitsabläufe; darüber habe ich zum Beispiel hier und hier geschrieben). Gleichwohl hat mir der Evernote-Service immer mal wieder Grund, sich zu ärgern, geliefert: Gerade die Apps für das Apple-Ökosystem (OS X, iOS) waren so eine Art Design-Spielweise, so dass mitunter bei – kaum zu umgehenden – Updates meine Arbeitsabläufe empfindlich gestört wurden bzw. neu strukturiert werden mussten. Die große Flexibilität von Evernote hat diese Mühe aber immer noch rechtfertigen können. Mittlerweile ist meine Liebe zu Evernote aber etwas abgekühlt, weil ich den Eindruck habe, dass der Service sich in eine Richtung entwickelt, die meinen Bedürfnissen nicht mehr unbedingt entspricht; sinnvolle Features (z. B. Presentation Mode) werden ohne erkennbare Not erfernt, andere Features dem Nutzer aggressiv aufgedrängt (z. B. Work Chat, Context). Nicht zuletzt haben die Preise des Premium-Abos merklich angezogen. Dass ich Evernote bislang weiter benutzt habe, lag schlicht daran, dass alle möglichen erwogenen Alternativen für meine Arbeitsabläufe nicht recht zu funktionieren schienen.

Nun aber habe ich erst einmal mein Premium-Abo (kurz vor der Verlängerung) gekündigt. Denn ich bin auf einen potentiellen Nachfolger gestoßen, dem ich zunächst mal eine Chance einräumen werde: Bear, eine Art schlankere Evernote-Konkurrenz, die auf den ersten Blick alle Funktionen abdeckt, die ich für meine Arbeit brauche. Die Exportfunktionen sind sogar deutlich schicker als bei Evernote; die Besprechungen in The Verge und MacStories kommen zu einem ähnlichen Urteil. Es gibt sogar eine Import-Funktion für Evernote-Notizen, die ich aber noch nicht getestet habe.

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Neuerscheinung: Leben leben (Oberstufe) – jetzt auch für Lehrer.

Der Lehrerband zu Leben leben (Oberstufe) von Klett ist seit etwa einem Monat im Handel; nun haben mich auch die Belegexemplare erreicht.

Zu diesem Band habe ich die Erläuterungen zu den von mir betreuten Modulen des Schülerbandes (Anthropologie (1.1 und 1.2), Utilitarismus [ohne Präferenzutilitarismus]) beigesteuert.

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Neue Aufgaben.

In der vorigen Woche habe ich von der Bezirksregierung Köln eine „unbefristete Beauftragung“ (so heißt das im Verwaltungsdeutsch) bekommen – und freue mich über die neuen Aufgaben und Verantwortlichkeiten sehr. Meiner bisherigen Wirkungsstätte bleibe ich aber erhalten (und da bin ich auch froh drum; Alltag erdet).

Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit einem neuen Kollegium und den Lehramtsanwärterinnen und -wärtern.

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Foucault, der Klassiker

In seiner viel zitierten Antrittsvorlesung am Collège de France, die 1971 unter dem Titel L’ordre du discours (Die Ordnung des Diskurses) veröffentlicht wurde, befasst Michel Foucault, der am Collège von 1970 bis 1984 den Lehrstuhl für die Geschichte der Denksysteme inne hatte, sich mit den Prozeduren, die diese Denksysteme ermöglichen, eben den Regeln des Diskurses; es handelt sich um Ausschluss- aber auch Kanalisierungsprozeduren, die das Sagbare quasi in seine diskursiven Schranken weisen.

Zu diesen Prozeduren gehört auch die Kanonisierung, die Erhebung in den Stand des Klassikers, dem Max Frisch (dabei auf Bertolt Brecht zielend) eine „durchschlagende Wirkungslosigkeit“ bescheinigte. Nun (eigentlich schon 2015, aber mir war es bislang entgangen) hat es eben auch den Diskursanalytiker ‚erwischt‘: er ist mit seinen zu Lebzeiten veröffentlichten Werken in die Bibliothèque de la Pléïade aufgenommen, die Bändchen mit dünnem Bibelpapier und Ledereinband signalisieren nichts so sehr wie eben diese Kanonisierung, vor der Foucault sich selbst immer auch ein wenig gefürchtet hat.

Wollen wir hoffen, dass seine Gedanken nicht in diesen Bänden verstauben, sondern weiter Anregungspotential bieten.

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