Neue Aufgaben.

In der vorigen Woche habe ich von der Bezirksregierung Köln eine „unbefristete Beauftragung“ (so heißt das im Verwaltungsdeutsch) bekommen – und freue mich über die neuen Aufgaben und Verantwortlichkeiten sehr. Meiner bisherigen Wirkungsstätte bleibe ich aber erhalten (und da bin ich auch froh drum; Alltag erdet).

Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit einem neuen Kollegium und den Lehramtsanwärterinnen und -wärtern.

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Foucault, der Klassiker

In seiner viel zitierten Antrittsvorlesung am Collège de France, die 1971 unter dem Titel L’ordre du discours (Die Ordnung des Diskurses) veröffentlicht wurde, befasst Michel Foucault, der am Collège von 1970 bis 1984 den Lehrstuhl für die Geschichte der Denksysteme inne hatte, sich mit den Prozeduren, die diese Denksysteme ermöglichen, eben den Regeln des Diskurses; es handelt sich um Ausschluss- aber auch Kanalisierungsprozeduren, die das Sagbare quasi in seine diskursiven Schranken weisen.

Zu diesen Prozeduren gehört auch die Kanonisierung, die Erhebung in den Stand des Klassikers, dem Max Frisch (dabei auf Bertolt Brecht zielend) eine „durchschlagende Wirkungslosigkeit“ bescheinigte. Nun (eigentlich schon 2015, aber mir war es bislang entgangen) hat es eben auch den Diskursanalytiker ‚erwischt‘: er ist mit seinen zu Lebzeiten veröffentlichten Werken in die Bibliothèque de la Pléïade aufgenommen, die Bändchen mit dünnem Bibelpapier und Ledereinband signalisieren nichts so sehr wie eben diese Kanonisierung, vor der Foucault sich selbst immer auch ein wenig gefürchtet hat.

Wollen wir hoffen, dass seine Gedanken nicht in diesen Bänden verstauben, sondern weiter Anregungspotential bieten.

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Lehrer sind Handwerker.

How to make a good teacher, Fundstück aus dem Economist (Juni 2016) via JochenEnglish:

With teaching as with other complex skills, the route to mastery is not abstruse theory but intense, guided practice grounded in subject-matter knowledge and pedagogical methods.

Das deckt sich mit meiner „privaten“ Theorie, dass Lehrer gut beraten sind, sich primär als Handwerker, als professionals, zu verstehen und nicht als „Berufene“. (Spaß machen darf es ja trotzdem.)

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Korrekturfarben (Herbstedition)

Nach einem schönen August und einem milden September ist im Oktober der Herbst nun definitiv da. Zeit also für einen neuen Beitrag zur Reihe „Alternative Korrekturfarben“ (Teil 3). Wenn die Blätter sich färben, entsteht eine schöne Mélange aus Braun-, Orange- und Rottönen. Die sehr passend benannte Tinte Autumn Oak der englischen Firma Diamine greift dieses Farbenspiel kongenial auf – und ist mein Vorschlag für eine herbstliche Korrekturfarbe. Es handelt sich nicht um einen genuinen Rotton, aber er dürfte sich dennoch angemessen von den schwarzen/blauen Farben der Schülerarbeiten abheben.

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Wenn’s auch mal heller sein darf …

Damit’s auch wirklich eine Serie wird:

Teil 2 der Serie „Alternative Korrekturfarben“

Nachdem die letzte Tinte eher ins Dunkelrote changiert, hier einmal etwas Helleres. Eine meiner Lieblingstinten ist die fuyu-gaki von Pilot iroshizuku. (Eine Tintenbesprechung gibt’s beim Pen Addict.)

Damit habe ich schon den einen oder anderen Vokabeltest korrigiert; trotz der lästigen Arbeit zaubert mir die Farbe immer mal wieder ein Lächeln ins Gesicht.

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Es muss nicht immer (Lehrer-)Rot sein …

Teil 1 der Serie „Alternative Korrekturfarben“

Im Abitur sind in NRW die Korrekturfarben festgelegt: Rot schreibt der Erstkorrektor, grün oder braun der Zweitkorrektor.

In allen anderen Fällen gilt eigentlich nur: Die Korrekturen müssen sich vom Ausgangstext des Schülers abheben. Das erfüllt natürlich auch das typische Lehrerrot (Pelikan 2001 Brillant Rot, Lamy Rot oder – sehr teuer, aber leuchtstark – Caran d’Ache InfraRed).

Aber es gibt so viel andere und schöne Farbnuancen, mit denen man den Anmerkungen an des Schülers (oder der Schülerin) Elaborat im wahrsten Sinne des Wortes etwas Farbe verleihen kann. Meine persönlichen Favoriten sind die japanischen Tinten, die sich an Farbvorbildern aus der Natur orientieren. Vor allem Pilot Iroshizuku und Sailor (v. a. Colors of Four Seasons) sind toll. Man bekommt sie hierzulande im Fachhandel oder kann sie auch leicht aus Japan importieren (letzteres ist i.d.R. billiger).

Warum nicht statt langweiligem Rot mal mit oku-yama* (der Ton entspricht etwa der Farbe einer reifen Pflaume) korrigieren?

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Schönere Bilder und eine sehr genauere Beschreibung/Bewertung dieser Tinte hat The Pen Habit.

*) oku-yama = (in etwa) schwer zugänglicher Berg, vulgo: unberührte Natur

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Familienzusammenführung: Lamy Persona (pt)

Nachdem sich im Laufe dieses (und auch schon des letzten) Jahres immer mehr Exemplare der Lamy-Persona-Füllerfamilie bei mir angesammelt haben, ist die Familie seit heute komplett. Das letzte fehlende Stück, die platinierte Version des Lamy Persona, ist aus Windham, New Hampshire, zu mir an den Rhein gekommen. Ironisch, angesichts der Tatsache, dass der Füller in Heidelberg hergestellt worden ist. Das Exemplar ist NOS (new, old stock), also gleichsam „jungfräulich“ und wurde mit dem passenden Konverter geliefert.

Der Lamy Persona (pt)

Der Lamy Persona (pt), ganz unten, im Kreise seiner Lieben.

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„Leben leben“ lebt!

Das Ethik-Schulbuch Leben leben (Oberstufe) ist nunmehr nicht nur auf der Verlagshomepage angekündigt, sondern auch gedruckt. Vor kurzem sind mir die Autorenexemplare zugegangen. Für das Anthropologie- und das Ethikkapitel habe ich jeweils einige Module erstellt. Schulbücher, auch einzelne Kapitel, sind natürlich immer Gemeinschaftsarbeiten, sie entstehen im dauernden und regen Austausch mit den betreuenden Redakteuren, die das große Ganze im Auge behalten und auf Einheitlichkeit achten. Ich freue mich, die Früchte der gemeinsamen Arbeit nun in Händen halten zu können.

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Neu erschienen: Ethik und Unterricht 01/2016

eu2016_01Gerade ist das neue Heft (01/2016) von Ethik und Unterricht erschienen. Das von Anita Rösch und Alexander Chucholowski herausgegebene Heft befasst sich mit dem Thema „Diagnose und Differenzierung“.

Auf der Homepage der Zeitschrift kann man sich das Editorial des Heftes durchlesen und das Inhaltsverzeichnis studieren. Das MaterialExtra befasst sich diesmal durchweg mit der Schulung der mündlichen Argumentationsfähigkeit.

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Scrivener für iOS – endlich!

Ich habe ja, ehrlich gesagt, nicht mehr dran geglaubt, aber die iOS-Variante des Schreibprogramms Scrivener (hier habe ich mal dazu etwas geschrieben) ist endlich „fertig“ (d. h. im Alpha-Testing). Nach einer Beta-Phase kann es dann hoffentlich erscheinen; eine Sync-Möglichkeit via Dropbox wird dabei in Aussicht gestellt, ich freue mich.

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