Papierlosigkeit (Stufe 2)

Ich hatte ja schon verschiedentlich vom digital workflow und dem (angestrebten) papierlosen Büro geschrieben: All die Zettel und Blätter, die sich so ansammeln werden digitalisiert, verschlagwortet und durchsuchbar gemacht. Ziel der Übung ist vor allem die zunehmende Vereinfachung der Arbeit; man sucht nicht mehr mühsam seine Unterlagen („Wo war noch der Raumplan?“), sondern kann sofort und komfortabel darauf zugreifen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist der Umstand, dass die in Aktenordnern angesammelten Papierberge zunehmend wegschrumpfen.

Dieser Nebeneffekt hat mich darauf gebracht, Stufe 2 der Papierlosigkeit zu zünden: Die in typischer Lehrerhamster-Art angesammelten Zeitschriften (alte Ausgaben des Spiegel, diverse Psychologie-Magazine etc.) wandern endlich in die Papiertonne, ich behalte nur noch die Artikel, die mich interessieren – und zwar in digitaler Form (in meinem Privatarchiv). Pro Magazin sind das höchstens ein bis zwei, so dass das Aufbewahren im Grunde eine wahnsinnige Platzverschwendung ist.

Jetzt geht’s den archivierten Zeitschriften an den (papierenen) Kragen.

Damit die Artikel ohne Probleme in den ScanSnap wandern können, habe ich mir ein richtiges „Bastelset“ zugelegt: ein Schneidbrett, damit nicht der Schreibtisch und die Schreibunterlage leiden müssen, ein Bastler-Skalpel (nebst austauschbaren Klingen), mit dem man einzelne Seiten elegant heraustrennen kann, und ein massives Lineal mit leichter Überlänge, das verhindert, dass man beim Schneiden abrutscht. Noch radikaler geht übrigens Beat Döbeli vor, bei dem offenbar kein Buch mehr sicher ist. (Aber auch RadikalPDFisierer haben offenbar ihre Anwandlungen von Nostalgie.)

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