Digitaler Workflow: Hazel Rules!

Bei der Durchsicht diverser productivity-Blogs wie DocumentSnap oder MacDrifter (beide sehr lesenswert!) bin ich immer wieder auf ein Programm gestoßen, von dem die Autoren stets in heller Begeisterung sprechen: Hazel von Noodlesoft. Seit etwa einem Monat habe ich Hazel jetzt auch im Einsatz und teile die Begeisterung vollkommen.

Hazel arbeitet unauffällig im Hintergrund.

Hazel ist eine Erweiterung für Mac OS X, die sich als Systemeinstellung ‚einnistet‘; ihre Aufgabe besteht darin, mit Dateien und Ordnern zu agieren. Der Nutzer kann Regeln aufstellen, nach denen Hazel dann regelmäßig verfährt. Die Regeln können sehr einfach sein (z. B. alle 5 Stunden den Papierkorb leeren) oder sehr komplex (z. B. Umbenennen und Verschieben bestimmter Dateitypen nach sehr flexiblen Kriterien wie Änderungsdatum, Größe, Dateiname etc.). Um Hazel produktiv nutzen zu können, muss man sich mit der Logik des Programms ein wenig auseinandersetzen; völlig intuitiv lässt sich Hazel nicht nutzen, einen Nachmittag sollte man schon einplanen. Da Hazel ein potentiell sehr mächtiges Werkzeug ist, sollte man die Regeln, die man formuliert, vorher gut durchdenken. Es gibt aber im Netz eine ganze Reihe von best-practice-Beispielen, die man „nachkochen“ und dann modifizieren kann.

Hazels Interface: Regeln und Abläufe festlegen.

Ein paar Beispiele:

Ich selbst nutze Hazel mittlerweile z. B. um Kontoauszüge und regelmäßige Rechnungen (z. B. Internet- und Telefonanschluss) an einer Stelle zu sammeln oder um überflüssige Backups nach einer bestimmten „Schamfrist“ löschen zu lassen. Sehr nützlich ist auch AppSweep, eine Zusatzfunktion von Hazel: Löscht man ein Programm, so findet Hazel seine „Spuren“ im Betriebssystem und putzt ihm gewissermaßen hinterher.

Meine Regeln für den PDF-Export nach Evernote (exklusive Arbeitsblätter)

Ich habe Hazel auch in meine Interaktion mit Evernote und Dropbox eingebaut: Auf meinem Desktop gibt es einen Ordner „Evernote-Inbox“. Wann immer ich ein PDF hineinlege, wird es an Evernote geschickt, hat es zugleich ein bestimmtes Präfix (z. B. 11PL) wird es an ein bestimmtes Evernote-Notizbuch geschickt (in diesem Fall: Arbeitsblätter Philosophie) und zugleich in die Dropbox verschoben. Damit erspare ich mir eine ganze Reihe sonst händisch vorzunehmender Operationen. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit ist Hazel eine wirklich nützliche ‚Haushaltshilfe‘, die ich schon gar nicht mehr missen möchte. Die rund 25,- $ haben sich sehr schnell amortisiert, weil ich Zeit (und Nerven) spare.

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